Usambaraveilchen
Usambaraveilchen sind Namensgeber für mein Projekt 2012. Ich werde vier Wochen ehrenamtlich in einem Entwicklungshilfeprojekt in Tansania, in den Usambarabergen arbeiten.
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Aus ärztlicher Sicht steht Tansania nichts im Weg
Ich habe ja vertraglich zugesichert, meinen Hausarzt zu fragen, ob aus seiner Sicht meinem Aufenthalt in den Usamabara Bergen etwas im Weg steht. Er war grundentspannt, was das Thema anbelangt: Ich sei ja sehr selten krank, meine Konstitution sei gut, warum also nicht?
Erfreut haben mich seine Aussagen zur Reiseapotheke. Denn die Packliste von PoD ist so lang, dass ich mich schon gefragt habe, wie das alles in einen Rucksack passen soll. Seit meinem Arztbesuch weiß ich, dass ich zumindest für eine Reiseapotheke nicht viel Platz brauche: “Nehmen Sie Pflaster mit, eine Jodsalbe und Ibuprofen”, sagte er. Er habe selbst schon oft versucht, für ferne Länder optimal aufgestellt zu sein, und habe bemerkt, dass er immer das Falsche dabei habe. Statt Durchfalltabletten soll ich lieber Elektrolyten aus der Apotheke mitnehmen, sagt er, “denn raus muss es ja doch”. Und auch auf eine Spritze und Nadeln könne ich verzichten. “Denn dann müssten Sie eigentlich einen kompletten Operationssaal mitnehmen”, so des Doktors Worte. “Außerdem bekommen Sie in Afrika alles, Sie müssen nur in der Lage sein, es zu bezahlen. Und das sind Sie.”
Flug nach Daressalam gebucht
Ich gebe es zu: Meine Hand hat gestern Abend gezittert, als ich mit der Maus auf der Schaltfläche “Flug buchen” war und zur Bestätigung geklickt habe. Denn im Moment klingt für mich noch sehr exotisch, was da im Flugplan steht: Am 11. April 2012 geht es von Frankfurt über Addis Abeba nach Daressalam. Und am 19. Mai 2012 fliege ich dann von Sansibar zurück. Das Ganze mit der Ethiopian Airline. Sie ist übrigens Teil der Star Alliance, was mich doch etwas beruhigt hat. Und an diesem Punkt musste ich über mein deutsches Seelchen schmunzeln.
Worauf man achten sollte, bevor man sich für eine Volunteering-Stelle entscheidet
Tatsächlich scheint Volunteering ein weltweiter Trend zu sein. Man liest, sieht und hört immer mehr darüber. Wer möchte, kann in Archäologie-Projekten mitarbeiten, auf Bauernhöfen oder eben in der Entwicklungshilfe. Wichtig ist, dass die Stelle zu einem passt, denn sonst dürfte es höchst frustrierend sein, Geld und Zeit in etwas zu investieren. Für mich war sofort klar, dass Village Africa “meine” Stelle bietet. Schließlich kann ich dort in meinem Beruf als Journalistin arbeiten. Das ist großartig.
Etwas spät, also nachdem die Entscheidung gefallen war, habe ich jetzt diesen Artikel auf der Internetseite von Lonely Planet zum Thema gefunden. Er bietet nicht viel mehr als einige Grundlagen. Aber wer noch am Anfang seines Projekts steht, bekommt hier trotzdem gute Tipps. Außerdem verweist die Redaktion auf das Buch, das im eigenen Verlag erschienen ist. Das Inhaltsverzeichnis in der Leseprobe lässt darauf schließen, dass es sich eher an jüngere Leute richtet. Schade, denn dann bin ich nicht die Zielgruppe. Wer weiß, vielleicht schreibe ich ein Volunteering-Buch für die Generation 40+, wenn ich aus Tansania zurück bin
Richtig versichert nach Tansania
Kurzmitteilung
Wenn ich schon nach Afrika reise, dann sollte ich auch richtig abgesichert sein. Darauf legt auch PoD größten Wert. Allerdings muss man sich genau überlegen, wie man sich absichert. denn eine einfache Auslandsreiseversicherung greift nicht, wenn man vor Ort arbeitet. Und das werde ich tun. Ich habe, um auf Nummer Sicher zu gehen, mit dem DJV-Versicherungsmakler Helge Kühl über dieses Thema gesprochen. Er hat mir eine bestimmte Police empfohlen, ich habe mir den Vertrag angeschaut und ihm den Antrag auf Versicherung zurückgefaxt.
Zusätzlich zur Auslandsreisekrankenversicherung ist in meinem Fall auch eine Reiserücktrittversicherung ganz sinnvoll. Schließlich liegen die Ausgaben für den Aufenthalt deutlich über denen für eine zweiwöchige Pauschalreise irgendwo in Europa. Helge Kühl hat zum Thema neulich eine Podcastfolge gemacht: Podcastfolge von Helge Kühl. Thema: Reiserücktrittversicherungen. Er hat mir auch für diese Police eine Empfehlung gegeben. Allerdings muss ich erst den Flug buchen, um die Reiserücktrittversicherung abschließen zu können. Und das steht für kommende Woche auf dem Programm.
Selektive Wahrnehmung: Oikocredit
Schon sehr lange bevor Muhammad Yunus den Friedensnobelpreis für die Vergabe von Mikrokrediten bekommen hat, habe ich mich für das Thema interessiert. Es war damals gar nicht so einfach eine Möglichkeit zu finden, in Mikrokredite zu investieren. Heute sieht die Situation für interessierte Anleger besser aus. Ich bin damals auf Oikocredit gestoßen. Und habe seitdem dort ein bisschen Geld investiert. Die Renditen sind in Zeiten niedriger Zinsen fair. Aber darum geht es ja nicht. Wichtiger ist aus meiner Sicht der soziale Aspekt dieser Investition. Weiterlesen
Projekt Usambaraveilchen: So fing es an
Seit ich denken kann, möchte ich einige Zeit im Ausland arbeiten. Aber irgendwie sollte es nie sein. Ich habe unter anderem Literatur studiert – und der DAAD sagte, ich könne in die Schweiz oder nach Österreich gehen. Das war nicht das, was ich als 20-Jährige hören wollte. Später, in Festanstellung, bot mir unsere Geschäftsführerin sechs Monate USA an, Austausch mit einer Zeitschrift aus dem gleichen Verlag. Doch bis es soweit war, wurden wir alle im Zuge der letzten Finanzkrise 2002 entlassen. Natürlich gibt es Stipendienprogramme für Journalisten, doch ich konnte die Jury leider nie überzeugen. 2010 habe ich mich das letzte Mal beworben, und in der Absage hieß es, ich solle noch etwas mehr Erfahrung sammeln. Da habe ich laut gelacht und endlich verstanden, dass Vitamin B bei der Platzvergabe wohl wichtiger ist als Kompetenz.




