Ich habe ja vertraglich zugesichert, meinen Hausarzt zu fragen, ob aus seiner Sicht meinem Aufenthalt in den Usamabara Bergen etwas im Weg steht. Er war grundentspannt, was das Thema anbelangt: Ich sei ja sehr selten krank, meine Konstitution sei gut, warum also nicht?
Erfreut haben mich seine Aussagen zur Reiseapotheke. Denn die Packliste von PoD ist so lang, dass ich mich schon gefragt habe, wie das alles in einen Rucksack passen soll. Seit meinem Arztbesuch weiß ich, dass ich zumindest für eine Reiseapotheke nicht viel Platz brauche: “Nehmen Sie Pflaster mit, eine Jodsalbe und Ibuprofen”, sagte er. Er habe selbst schon oft versucht, für ferne Länder optimal aufgestellt zu sein, und habe bemerkt, dass er immer das Falsche dabei habe. Statt Durchfalltabletten soll ich lieber Elektrolyten aus der Apotheke mitnehmen, sagt er, “denn raus muss es ja doch”. Und auch auf eine Spritze und Nadeln könne ich verzichten. “Denn dann müssten Sie eigentlich einen kompletten Operationssaal mitnehmen”, so des Doktors Worte. “Außerdem bekommen Sie in Afrika alles, Sie müssen nur in der Lage sein, es zu bezahlen. Und das sind Sie.”
